
3. Liga
LOYALE SPIELER
Seit 20 Jahren im Klub: „Das ist mehr als Kicken“
Drei Westliga-Spieler halten ihrem Klub seit 20 Jahren ununterbrochen die Treue. Ein Wechsel ist fast unvorstellbar. Der eigene Verein wurde mittlerweile zu einer zweiten Familie.
Seit rund 20 Jahren bei ein und demselben Fußballklub. Dort, wo Tobias Wechselberger, Fabian Büchele und Manuel Seidl einst das Kicken gelernt haben, sind sie auch heute noch tätig, waren keinen einzigen Tag bei einem anderen Verein. Eine Treue, wie es sie auch im Unterhaus heutzutage nur selten gibt. Das Westliga-Trio beweist aber, dass es noch möglich ist.
„Es war immer Familie dort. Das ist einfach mehr als nur Kicken“, schwärmt Büchele, mit Wechselberger seit zwei Jahrzehnten ununterbrochen bei Westligist Seekirchen. Wobei es zuletzt fast nach einem Ende ausgeschaut hat. Das Medizinstudium fordert Büchele sehr. „Vergangene Saison habe ich überlegt, ob ich ein wenig zurückschraube bei einem anderen Verein.“ Doch der 26-Jährige brachte es dann doch nicht über das Herz. „Das ziehe ich so lange durch, wie ich es aushalte. Ich weiß gar nicht, wie es ist, aber ich habe Geschichte gehört von einigen, die der Zeit in Seekirchen nachtrauern.“
Angst vor Roter Karte
Der Mittelfeldspieler kann sich noch gut an seine Anfangszeit erinnern. „Ich war sehr schüchtern, wollte nie weg von den Eltern“, erzählt der Flachgauer. Seine größte Angst als kleiner Junge? „Dass ich eine Rote Karte bekomme, obwohl es die im Kinderbereich natürlich noch nicht gegeben hat“, lacht er.
In der Folge hat er gemeinsam mit Wechselberger alle Jugendmannschaften durchlaufen, ist mittlerweile Teil der erfolgreichen Mannschaft in der Regionalliga West. „Es hat immer Spaß gemacht!“
Ähnlich sieht es Kuchls Seidl. Bei ihm werden es ihm Oktober zwei Jahrzehnte bei den „Roten Teufeln“. „Es hat immer eine gute Mannschaft gegeben“, spielte der Erfolg für den Mittelfeldakteur eine wichtige Rolle. Außerdem ist die kurze Anreise (Seidl wohnt nur 600 Meter vom Platz entfernt) ein großer Punkt. „Ich bin mit dem Rad hergefahren oder gehe zu Fuß. Ich bin da daheim.“ Ein Transfer ist für den 27-jährigen Bruder der Profis Simon (BW Linz) und Matthias (Rapid) schwer vorstellbar: „Da müsste viel passieren.“
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